Welche Folgen die angekündigten US-Zölle auf den Standort des Automobilzulieferers ZF in Saarbrücken und seine knapp 9.000 Beschäftigten haben werden, lässt sich nach Angaben einer Sprecherin bisher nicht einschätzen. "Konkrete Auswirkungen auf Saarbrücken können wir zum aktuellen Zeitpunkt leider noch nicht beziffern", teilte sie auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die jüngsten US-Zölle auf alle in die USA importierten Autos samt wesentlicher Komponenten und Baugruppen beträfen jedoch auch ZF. "Unser Ansatz, möglichst viel in den jeweiligen Märkten vor Ort zu produzieren, erweist sich als richtig und notwendig", kommentierte die Sprecherin. Derzeit investiere ZF daher rund 500 Millionen Euro in den Ausbau seines Produktionswerks in South Carolina.
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Im Vertrauen auf vereinbarte Handelsabkommen lebe die globale Wirtschaft aber auch von grenzüberschreitendem Handel. Insofern seien weltweit negative Folgen der Zölle auf Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze absehbar. Nach Angaben der ZF-Sprecherin hoffe man "auf eine baldige Einigung, denn eine neue Welle des Protektionismus schafft nur Verlierer."
Großer Stellenabbau
Unabhängig davon hatte ZF bereits im vergangenen Juli angekündigt, dass in den kommenden Jahren an den 35 Standorten in Deutschland bis zu 14.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Bis Ende des Jahres sollen in Saarbrücken rund 1.800 Stellen wegfallen.